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Höchstbeitrag 2026 und Beitragsgrenzen

Wie hoch sind die aktuellen Maximalbeiträge? Welche Limits gelten für verheiratete Freiberufler? Alle Zahlen für dieses Jahr im Überblick.

7 min Lesedauer Anfänger März 2026
Finanzberater in Blazer zeigt Rentenbeitragsdiagramm auf Tablet

Was ist die Basisrente?

Die Basisrente — auch Rürup-Rente genannt — ist speziell für Freiberufler, Selbstständige und Unternehmer konzipiert. Du zahlst in ein Rentenkonto ein und erhältst später eine lebenslange monatliche Rente. Das Besondere: Deine Beitragszahlungen sind steuerlich absetzbar. Das macht die Sache attraktiv.

Aber es gibt Grenzen — gesetzliche Höchstbeiträge, die du pro Jahr einzahlen kannst. Diese Limits ändern sich jährlich. Für 2026 haben wir die aktuellen Zahlen zusammengefasst. So weißt du genau, wie viel du maximal einzahlen darfst und wie viel Steuervorteil dir winkt.

Freiberufler am Schreibtisch mit Rentenbeitragsunterlagen und Laptop

Die Höchstbeiträge 2026 im Detail

Für 2026 gelten folgende Maximalbeiträge — das ist wichtig zu wissen, damit du deine Planung richtig machst:

Einzelne Personen

27.565

Maximaler Jahresbeitrag für Alleinstehende und Verwitwete

Verheiratete Paare

55.130

Kombinierter Höchstbeitrag für beide Ehepartner zusammen

Diese Beträge sind steuerlich absetzbar. Das heißt: Du zahlst 27.565 ein und reduzierst damit dein zu versteuerndes Einkommen um genau diesen Betrag. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent sparst du damit knapp 11.600 an Steuern im Jahr. Das ist nicht zu verachten.

Grafik mit Beitragsgrenzen und Zahlen zur Basisrente auf Papier
Ehepaar mittleren Alters diskutiert Rentenbeitragsplan zusammen

Verheiratete: Das Doppelte ist möglich

Wenn du verheiratet bist, kann das richtig vorteilhaft werden. Ihr könnt zusammen 55.130 pro Jahr einzahlen — das ist die Summe aus beiden individuellen Höchstbeiträgen.

Hier ein Beispiel: Du und dein Partner seid beide freiberuflich tätig. Ihr zahlt zusammen 55.130 in eure Rürup-Renten ein. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent spart ihr gemeinsam etwa 23.155 Steuern pro Jahr. Das ist deutlich mehr als eine Einzelperson sparen kann.

Wichtig: Jeder von euch muss ein eigenes Rentenkonto haben. Die Limits sind nicht übertragbar. Wenn einer von euch weniger verdient, kann er auch weniger einzahlen — das ist völlig okay.

Was du sonst noch wissen solltest

Die Höchstbeiträge sind nur ein Teil der Geschichte. Es gibt noch ein paar wichtige Spielregeln:

Die Dynamik-Regelung

Der Höchstbeitrag wird jedes Jahr automatisch angepasst. Grund: Die Entwicklung der Arbeitnehmerbeitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Deshalb war der Beitrag 2025 noch niedriger. 2027 wird er wieder steigen. Das musst du bei deiner langfristigen Planung berücksichtigen.

Nicht beliebig aufschieben

Du kannst den Höchstbeitrag nicht beliebig aufschieben. Wenn du 2026 weniger einzahlst, verfällt die überschüssige Summe. Du kannst nicht sagen: „Dieses Jahr zahle ich 20.000 und nächstes Jahr 35.000 .” Jedes Jahr ist eine neue Rechnung.

Steuerliche Umsetzung

Der Steuerabzug läuft über deine Steuererklärung. Dort trägst du die gezahlten Beiträge als Sonderausgaben ein. Aber Achtung: Es gibt noch die „Basis-Absicherungsquote” — derzeit werden 100 Prozent der Beiträge anerkannt. Das kann sich ändern, also schau jährlich in die aktuellen Regelungen.

Finanzberater erklärt Rentenbeitragsregeln am Schreibtisch

Basisrente vs. freiwillige Rentenversicherung

Viele Freiberufler fragen sich: Soll ich in die Basisrente oder in die freiwillige Rentenversicherung? Das hängt von deinen Zielen ab.

Basisrente

  • Höchste Steuerersparnis
  • Lebenslange Rentenzahlung
  • Pfändungssicher
  • Nicht flexibel auszahlbar
  • Höchstbeitrag 27.565 einzeln

Freiwillige Rentenversicherung

  • Niedrigere Steuerersparnis
  • Auch lebenslange Rente möglich
  • Nicht pfändungssicher
  • Flexiblere Auszahlungsoptionen
  • Niedrigere Beitragssätze

Wenn du maximale Steuerersparnis willst und die Gesamtsumme nicht abrufen musst, ist die Basisrente die bessere Wahl. Wenn du mehr Flexibilität brauchst, ist die freiwillige Versicherung eine Alternative.

Nächste Schritte

Du kennst jetzt die Höchstbeiträge für 2026. Das nächste ist: Prüfen, ob die Basisrente zu dir passt. Jeder Fall ist unterschiedlich — es kommt auf dein Einkommen, deine Lebenssituation und deine Ziele an.

Wir empfehlen: Sprich mit einem Steuerberater oder Versicherungsfachmann, der deine individuelle Situation kennt. So kannst du sicher sein, dass du die beste Entscheidung triffst.

Mehr zur Basisrente erfahren

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen dienen zu Bildungszwecken und ersetzen keine persönliche Steuer- oder Finanzberatung. Die Höchstbeiträge und Regelungen können sich ändern. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Bitte konsultiere einen Steuerberater oder Finanzberater, bevor du wichtige Entscheidungen triffst. Jede finanzielle Situation ist unterschiedlich — was für andere passt, muss nicht für dich gelten.